Fahrt des Bürgervereins Birth am 23.07. nach Münster

Es ging los, mit 38 reiselustigen Leutchen ab in die K und K Stadt. Trotz schlechter Wetterprognose fuhren wir mit Siggi, dem uns bereits bekannten, schlaksigen Busfahrer der Firma Nierfeld, sehr gemütlich und ruhig nach Münster. Bereits nach gut eineinhalb Stunden waren wir vor Ort. Unterwegs hat Bodo uns noch ein kleines Gedicht zu Gehör gebracht:

Ob`s stürmt oder schneit,

ob di Sonne uns lacht,

der Tag glühend heiß,

oder eiskalt die Nacht.

Verstaubt sind die Gesichter,

doch froh unser Sinn,

wir wollen nach Münster,

der Bus bringt uns hin.

 

An der Bushaltestelle Aegidiimarkt stiegen wir aus und machten uns auf die Erkundung der Stadt mit ihren 700 Kneipen und 70 Kirchen. Jeder war mit einem Stadtplan ausgestattet, unser erstes Ziel der wöchentliche Bauernmarkt war nur einen Steinwurf weit weg.

Hier in Münster muss man auf die 2-Radfahrer besonders achten. Bei über 300.000 Einwohnern und 65.000 Studenten, gibt es gut doppelt so viele Fahrräder. Jeder hat ein gutes und ein altes Rad, dass er je nach Bedarf benutzt. Als Fremder ist man so viel Fahrradverkehr nicht gewohnt und obwohl die Radler meist eigene Spuren haben, ist es sehr ungewohnt und man hat viel Glück, wenn man am Ende eines Besuchstages, nicht unter die Räder gekommen ist.

Unser erstes Ziel war also der Markt. Als einer der größten und schönsten Wochenmärkte in NRW, mit seinen über 150 vielfältigen Markständen lud er uns zum Bummeln und Staunen ein. Eine solche Vielfalt von Blumen , Obst und Gemüse, Delikatessen, Gewürzen, Leckereien, Schmuck und, und,….machte Spaß zu verweilen und ob Kaffee, kalte Hundeschnauze, Bierchen oder Reibekuchen, Erbsensuppe, Bock- oder Bratwurst, für die vielen Fischliebhaber war der frische Matjes der Renner!

Das Angebot war, da wir von unserem Velberter Markt nicht sehr verwöhnt sind, einfach überwältigend. Einige haben bei dieser Auswahl nicht widerstehen können und haben sich einige Dinge mitgenommen, die in Velbert so nicht zu bekommen sind.

 

Von dem Markt, der auf dem Domvorplatz stattfindet, ging es in die Fußgängerzone. Man muss nicht viel laufen in Münster und hat sehr viele der schönsten und interessantesten Bauwerke und historischen Plätze in unmittelbarer Umgebung. Hier seien genannt der St. Paulus Dom, das Rathaus mit dem Friedenssaal, der Prinzipalmarkt, die

St. Lambertikirche.

Die vorgenannten Gebäude und Plätze sind bei einem Besuch in Münster natürlich Pflicht und so haben auch wir uns diese Gebäude und Plätze selbstverständlich angesehen und uns dazu ein wenig erzählen lassen.

Wir haben also über die astronomische Uhr im Dom, den Westfälischen Frieden", die Geburtsstunde der Niederlande, genauso etwas erfahren wie über die Hanse bzw. die drei eisernen Käfige an der St. Lambertikirche.

Münster, ca. 1.200 Jahre alt, benannt nach dem von den Römern gegründeten Monasterium, als Bischofssitz 799 von Papst Leo III. gegründet. Alle Kirchen und Kneipen konnten wir ja nicht besuchen, aber wir taten unser Möglichstes.

Ständig traf man bei seinem Spaziergang natürlich auf die anderen Gruppen und Grüppchen aus Velbert und wie sollte es anders sein, saßen um die Mittagszeit über dreißig unserer Mitfahrer bei sehr schönem Wetter und angenehmen Temperaturen, draußen beim Kiepenkerl. Bis zur Altbierbrauerei Pinkus Müller hatten wir es nicht mehr geschafft. Diese und die anderen Studentenkneipen werden wir beim nächsten Besuch einmal erkunden.

 

Pünktlich um 15.00 Uhr holte uns der Bus am Aegidiimarkt wieder ab.

Hier stieg die resolute und sehr muntere Stadtführerin Gerlinde Lücke zu uns in den Bus und zeigte uns, in der ihr zur Verfügung stehenden dreiviertel Stunde, was man in Münster sich noch ansehen und warum man auf jeden Fall noch einmal wiederkommen sollte.

Sie erzählte uns von der Entstehung der doppelten Buchführung, den Handelsleuten, die Münster reich gemacht haben, den Kiepenkerlen, den alten Kreuzrittern und der modernen Raubritterburg (-dem Finanzamt), von den schönen Barockbauten und dem Architekten Conrad Schlaun, der auch das Schloss und heute die Zentrale der Westfälischen Wilhelm Universität entworfen hat.

Der Bus brachte uns dann zum Aasee, der Anlegestelle Goldene Brücke", sie heißt so, nicht weil sie aus Gold ist, sondern weil sie so teuer war. Viel Geld ausgeben konnten unsere Baumeister immer schon.

Hier stiegen wir in das Boot Solaris" ein, ein durch Solarstrom getriebenes Boot, das uns einmal über den See fuhr. Am anderen Ende des Sees war eine Haltestelle im Allwetterzoo und dann ging es wieder zurück.

Der Bus brachte uns wieder wohlbehalten nach Velbert . Hier gingen wir mit über dreißig Personen noch zu unserer Vereinswirtschaft und ließen in fröhlicher Runde diese Tour ausklingen. Für alle Mitfahrer denke ich ein rundum schöner Tag.

Als Highlight wartete am Sonntagabend dann noch ein Tatort aus Münster auf uns, wo man einzelne Straßenzüge mit den schönen, blumengeschmückten Häusern und Geschäften wieder sah.

 

Hartmut Brandenburg

Bilder hier...